Sonntag, 25.01.2026 - Sorgen des Kanzler Schröder
Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder sorgt mit neuen Aussagen zum Russland-Kurs für heftige Debatten. In einem Gastbeitrag fordert er, Russland nicht länger zu „dämonisieren“ und die abgebrochenen Energiebeziehungen wiederaufzunehmen. Russland sei „kein Land der Barbaren“, sondern ein Staat mit großer Kultur und tiefen historischen Verbindungen zu Deutschland.
Schröder warnt, Deutschland spreche zu viel über militärische Stärke und zu wenig über seine „Fähigkeit zum Frieden“. Er plädiert dafür, erneut auf günstige Energieimporte aus Russland zu setzen und sieht darin einen Schlüssel für Stabilität in Europa. Zugleich erkennt er den Angriff auf die Ukraine als Völkerrechtsbruch an, fordert aber statt weiterer Sanktionen mehr Diplomatie und Dialog mit Moskau.
Die Reaktionen fallen scharf aus. Aus der Ukraine heißt es, Schröder habe Europa einst „an Putins Gasadel gehängt“ und trage Mitverantwortung für die heutige Abhängigkeit und den Krieg. Auch in mehreren EU-Staaten werden seine Forderungen als gefährlicher Rückschritt gewertet - zurück zu einer Russland-Politik, die bereits vor dem 24. Februar 2022 gescheitert sei.
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