Donnerstag, 23.07.2026 - Gegner, aber nicht demokratisch

Gegner, aber nicht demokratisch

Ein Freund, entschiedener Feind von Nationalsozialismus und Kommunismus/Sozialismus, erklärte mir sehr deutlich den deutschen „Widerstand“.

Am 20.07.1944 wollte ein völkisch-nationalistischer und antisemitische Wehrmacht-Offizier namens von Stauffenberg den Nazi-Führer Adolf Hitler mittels einer Bombe töten.

Mit diesem Attentat von einem Antisemiten Stauffenberg sollte der Antisemit Adolf Hitler umgebracht werden.

In einem Brief an seine Frau schilderte Stauffenberg seine Fronterfahrungen und Eindrücke aus Polen:

„Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun. In Deutschland sind sie sicher gut zu brauchen, arbeitsam, willig und genügsam.“

Claus Schenk Graf von Stauffenberg, deutscher Offizier, war im „Dritten Reich“ Bewunderer der Politik Adolf Hitlers (Deutschland als Diktatur, „Nürnberger Gesetze“ gegen die Juden 1936, der Beginn des 2. Weltkriegs 1939).

Vor der Reichspräsidentenwahl im April 1932 sprach sich von Stauffenberg für Hitler und gegen den konservativen Amtsinhaber Paul von Hindenburg aus, da er im politischen Denken zahlreiche Gemeinsamkeiten sah:

„Der Gedanke des Führertums […] verbunden mit dem einer Volksgemeinschaft, der Grundsatz ‚Gemeinnutz geht vor Eigennutz‘ und der Kampf gegen die Korruption, der Kampf gegen den Geist der Großstädte, der Rassengedanke und der Wille zu einer neuen deutschbestimmten Rechtsordnung erscheinen uns gesund und zukunftsträchtig.“

Stauffenberg wandelte im Laufe des Krieges zum Gegner Hitlers - wegen dessen Kriegspolitik.

Wegen seiner elitären, antidemokratischen, nationalistischen, antisemitischen Haltung schrieb vor dem 20.07.1944 von Stauffenberg:

„Wir bekennen uns im Geist und in der Tat zu den großen Überlieferungen unseres Volkes, die durch die Verschmelzung hellenischer und christlicher Ursprünge in germanischem Wesen das abendländische Menschentum schufen. Wir wollen eine Neue Ordnung, die alle Deutschen zu Trägern des Staates macht und ihnen Recht und Gerechtigkeit verbürgt, verachten aber die Gleichheitslüge und fordern die Anerkennung der naturgegebenen Ränge. Wir wollen ein Volk, das in der Erde der Heimat verwurzelt den natürlichen Mächten nahebleibt, das im Wirken in den gegebenen Lebenskreisen sein Glück und sein Genüge findet und in freiem Stolze die niederen Triebe des Neides und der Mißgunst überwindet.“ JDU

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